Am 3. Juli 2026 haben Svenja und Julian im Kitchen & Soul in Baden-Baden geheiratet. Getraut wurden sie in einer freien Trauung auf dem Trauplatz des Kitchen & Soul, unter einem Himmel ohne eine einzige Wolke, und es war so heiß, dass am Nachmittag nur noch Aperol und Fächer halfen. Acht Stunden durfte ich die beiden als Hochzeitsfotograf begleiten, von den Details am Vormittag bis zum letzten Licht über den Reben am Eckberg.
Es war eine Hochzeit, die bis ins Kleinste schön war, weiß und grün, mit Leinen auf den Tischen und einer kleinen weißen Kapelle zwischen den Bäumen. Und trotzdem war nichts daran steif. Es wurde viel gelacht und viel geweint, oft im selben Moment, und niemand hat versucht, das eine vor dem anderen zu verstecken. Das galt für Svenja und Julian genauso wie für ihre Gäste.
Location und Details
Das Kitchen & Soul liegt ein Stück außerhalb von Baden-Baden zwischen alten Bäumen, und gleich dahinter beginnt der Wald. Wer es kennt, kennt die kleine weiße Kapelle am Trauplatz. Als ich am Vormittag kam, standen die Stuhlreihen davor schon im Gras, und unter dem Rosenbogen war es noch ganz still.
Gedeckt war in Weiß und Grün, mit weißen Blüten von Blumen Nasowas auf weißem Leinen. Auf den Menükarten saß ein Wachssiegel mit dem Monogramm der beiden, die Tischnummern waren auf Steine geschrieben. Für die Gäste gab es einen Korb voller Fächer, davor ein Kärtchen: „To our biggest fans. Stay cool.“ Das hätte auch als Motto über dem ganzen Tag stehen können.










Julians Getting Ready
Julian hat sich mit seinem Trauzeugen fertig gemacht. Weste, Fliege, der helle Anzug von Suitsupply, und vor dem Spiegel wurde mehr gelacht als geknöpft. Irgendwann stand sein Trauzeuge vor ihm, um ihm den Kragen zu richten, und die beiden legten für einen Moment ohne ein Wort die Stirn aneinander.
Svenja und Julian hatten sich Briefe geschrieben. Abgemacht war, dass jeder den Brief des anderen liest, sobald er fertig angezogen ist, allein und vor der Trauung. Julian nahm seinen mit ans Fenster. Was darin stand, bleibt bei den beiden. Ansehen konnte man es ihm trotzdem.









Svenjas Getting Ready
Bei Svenja war es ein Morgen unter Freundinnen, alle in Seidenpyjamas. Die ersten Gläser waren schnell eingeschenkt, und irgendwann stand die halbe Runde auf dem Bett. Ariane kümmerte sich in aller Ruhe um Haare und Make-up, und Svenja hat dabei viel gelacht.
Dann kam das Kleid vom Hochzeitshaus Boos. Als Svenja darin zu ihren Freundinnen trat, schlugen die sich die Hände vor den Mund, und im Zimmer wurde es für einen Moment ganz leise.
Danach war sie mit ihrem Brief an der Reihe. Sie las ihn auf der Bettkante, langsam und bis zum Ende, und wischte sich danach die Augen.






















Freie Trauung
Jetzt war der Trauplatz voll. Die Stuhlreihen führten durch den Rosenbogen auf die kleine weiße Kapelle zu, und die Gäste saßen unter großen Sonnenschirmen, denn die Hitze drückte inzwischen richtig.
Svenjas Vater brachte sie nach vorn. Die beiden haben auf dem Weg gelacht, als wäre es ein Spaziergang wie jeder andere.
Die Traurede hielt Julians Trauzeuge, derselbe, der ihm am Morgen noch den Kragen gerichtet hatte. Das ist das Schöne an einer freien Trauung: Vorne steht jemand, der die beiden wirklich kennt, und das hört man jedem Satz an. Die Gäste haben gelacht und an manchen Stellen geschluckt, und beim Ringtausch war es vor der Kapelle ganz still. Nach dem Kuss hielt es niemanden mehr auf den Stühlen.








Sektempfang
Danach folgten die Umarmungen, lang und fest und von allen Seiten, und Svenja und Julian kamen eine ganze Weile kaum vom Fleck.
Die Bar war ein alter Foodtruck auf dem Kopfsteinpflaster, der Aperol kam in geschliffenen Gläsern. Aus der Küche des Kitchen & Soul gab es Pizza. Elegant war das alles, aber niemand musste hier etwas darstellen, und ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass jeder Gast genau da sein wollte.






Paarshooting
Zwischen Sektempfang und Gruppenbildern hatten wir zwanzig Minuten für uns. Wir sind ein paar Schritte in den Schatten der alten Bäume gegangen, weg vom Trubel.
Ich habe den beiden nichts vorgegeben. Sie haben viel gelacht, er hat sie gedreht, und irgendwann hat sie ihm die Hand an die Wange gelegt. Zum Schluss sind sie Hand in Hand noch einmal durch die leeren Stuhlreihen zur Kapelle gegangen, dorthin, wo sie kurz vorher geheiratet hatten.







Gruppenbilder und Smokebombs
Für die Gruppenbilder kam die ganze Gesellschaft auf die Wiese. Svenja mit ihren Freundinnen in Hellblau, die keine zwei Sekunden ernst bleiben konnten, dann Julian mit seinen Freunden, dann alle zusammen.
Zum Schluss wurden die Smokebombs gezündet, und mitten durch den farbigen Rauch kam die Hochzeitsgesellschaft auf mich zugelaufen, die Arme oben. Wenn mich jemand fragt, wie die Gäste an diesem Tag waren, zeige ich dieses Bild.







Abend im Kitchen & Soul
Am frühen Abend ließ die Hitze langsam nach, und es wurde ruhiger. Im Saal wartete das Buffet, und die kleine Kapelle stand leer im Abendlicht.
Auf dem hellblauen Kleid einer Brautjungfer landete ein Marienkäfer, direkt neben zwei Händen mit neuen Ringen. Ich hatte Glück, dass ich gerade hingesehen habe.
Svenja und Julian teilten sich einen Aperol mit zwei Strohhalmen. Festlich angezogen und ein bisschen albern, so waren die beiden den ganzen Tag.





Sonnenuntergang am Eckberg
Kurz vor Sonnenuntergang sind wir noch einmal losgefahren, hoch auf den Eckberg, wo die Reben stehen und Baden-Baden unten im Tal liegt. Die Sonne stand schon tief über dem trockenen, hohen Gras, und die beiden sind einfach losgelaufen.
Irgendwann hat er sie hochgehoben, und sie hat den Strauß in den Himmel gehalten und gejubelt. Ich glaube, da haben die beiden vergessen, dass ich dabei war. Für solche Minuten mache ich diese Arbeit.
Als wir zurück ins Kitchen & Soul kamen, fing der Abend gerade erst an. Ich hoffe, ihr holt diese Bilder in zwanzig Jahren wieder hervor und wisst sofort, wie heiß es an diesem Tag war und wie viel gelacht wurde. Danke, Svenja und Julian, für einen Tag, der so offen war wie ihr beide. Und danke an eure Familien und Freunde, die ihn mit euch gefeiert haben.














Die Menschen hinter diesem Tag
Location und Catering: Kitchen & Soul
Traurede: Julians Trauzeuge
Hair und Make-up: ariane_hair.beautyartist
Blumen: blumen_nasowas
DJ: dj_zalmii
Brautkleid: Hochzeitshaus Boos
Anzug: Suitsupply